Jaguar F-Type SVR Coupe

 

Der F-Type, ursprünglich von Jaguars Chefdesigner Ian Callum entwickelt, vereint die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Luxusautos. Der SVR ist die neueste Ergänzung zu diesem Erbe

 

*ANZEIGE

*IN KOOPERATION MIT JAGUAR DEUTSCHLAND

 

 

Um vorab die vielen Gemüter zu beruhigen: Nein, ich habe mir keinen F-Type SVR zugelegt. Oder um es anders auszudrücken: Noch nicht *lach*

Ich durfte das Zugpferd von Jaguar in den letzten Wochen testen und eines kann ich euch sagen, a dream came true !

Schon beim einsteigen kommt mir der Geruch des Interieurs entgegen, kein Wunder das Auto ist gerade einmal 2100km gelaufen bei meiner Übernahme.Das hineinkommen in die doch sehr imposante Raubkatze offenbart sich erstaunlicherweise leichter als gedacht, trotzdessen das Auto relativ tief unten liegt.Erst als ich mich tief in einem der bequemen Sportsitz fallen lasse und mir das Cockpit des SVR ansehe realisiere ich das ich in einem absoluten Meisterwerk sitze.Wundervolle geradlinige Verarbeitungen und eine sportliche aber gleichzeitig sehr klassisch/moderne Ausstattung lassen den Fahrer staunen.

 

 

Ich betätige den Star/Stop Schalter und mit einem mächtigen brummen startet der F-Type, beeindruckend, sehr beeindruckend.Ein leichter Fußdruck auf das Gaspedal genügt und der 1720 Kilogramm schweren Zweisitzer setzt sich mit einer Unerbittlichkeit vorwärts.Gewöhnungsbedürftig, aber nach drei weiteren Tagen geht mir die Sensibilität für das Gaspedal ins Blut über, ich genieße den Fahrkomfort und empfinde schon bald jede art von Geschwindigkeitsbegrenzung als Beleidigung.Die Nüstern der Frontschürze sind größer und der Unterboden ist speziell geformt. Die SVR-Version ist rund einen Zentner leichter als die konventionellen F-Types und nahe des Grenzbereichs hilft jedes Kilogramm weniger bei der Agilität. Das merkt man auch in schnellen Kurven, wenn das Vehikel etwas weniger nach außen drängt. Die Lenkung setzt die Wünsche des Piloten exakt um, leidet aber unter der F-Type-immanenten Schwäche des eingeschränkten Mitteilungsbedürfnisses und der Leichtigkeit des Kurbelns. Da erreicht der Jaguar nicht die Präzision der Konkurrenten aus Zuffenhausen und Woking.

Unter anderem, durch neue härtere Lager und einem dickeren hinteren Querstabilisator, ist das Fahrwerk noch straffer als bei R-Modellen. Das spürt man vor allem im Dynamic-Modus, der sich nur für ebene Straßen und die Rennstrecke eignet. Lange Wellen werden souverän weggefedert, aber bei kurzen Schlägen springt der Bolide sichtlich genervt hin und her. Da ist es besser, im Normal-Modus zu bleiben, der mit der Unbill des Untergrunds deutlich besser klarkommt. Ebenso wie die ZF-Achtgang-Automatik mit dem maximalen Drehmoment von 700 Newtonmetern. Dieses permanente Angebot der Dynamik bleibt auch an der Zapfsäule nicht ohne Folgen: 11,3 Liter genehmigt sich das Coupé pro 100 Kilometer.

In Innenstädten kann man die Auspuffklappen beruhigt geschlossen lassen, die blaue Außenfarbe alleine reicht vollkommen aus, um stirnrunzelnde Cafébesucher und mit dem Finger zeigende Weltverbesserer im Rückspiegel beobachten zu können. Der SVR polarisiert und provoziert. Aus jedem Winkel. Ein weiteres Beispiel gefällig? Jeder The-Fast-and-the-Furious-Anhänger (zumindest lässt der Grad des “Tunings” seines Autos darauf schließen) will auf ein Ampelduell antreten und ist dann enttäuscht, wenn man ihn ignoriert. An der Tankstelle wird man, als unter 30-Jähriger, mit diesem Fahrzeug im Gepäck, ähnlich wie eine pinke Giraffe im Zoo, sehr kritisch beäugt. Willkommen in der Welt eines SVR-Fahrers.
 

Die Spitze der F-Type Serie

Der Jaguar F-Type SVR hat sich zu einem der schnellsten Serien-Jaguare entwickelt, der jemals gebaut wurde, und ist die Spitze der F-Type-Serie. Das neue Modell verspricht 575PS, eine Höchstgeschwindigkeit von 314 km/h pro Stunde sowie einen Sprint von 3,5 Sekunden auf 100 km/h und wurde von der Jaguar Landrover Special Vehicle Operations, einer eigens entwickelten Abteilung, mit dem Ziel, mehr Luxus und mehr Leistung aus dem Unternehmen zu holen, entwickelt.
Der F-Type war bereits das Flaggschiffprodukt von Jaguar. Er ist eine Mischung aus hochmoderner Technologie und einem gewissen Augenzwinkern. Er war ein Projekt, das seinem Chefdesigner Ian Callum geschenkt wurde, einem Mann, der sich mit klassischen Sportwagen auskennt. Der F-Type wurde wunderschön geboren – vor allem in Coupé-Form – und ist für den Rest der Marke ein Halo-Auto. 
 
 

Verbessert der SVR ein Gewinnerpaket? Es scheint churlish, abzulehnen, angesichts des Unterhaltungswerts, der mit dieser Maschine um eine leere spanische Rennstrecke geschleudert werden muss,. Der Allradantrieb macht dieses Auto sicherer als die notorisch lairy Version mit Zweiradantrieb, aber sowohl in Bezug auf die Einfachheit des Designs als auch die Alltagstauglichkeit fühlt sich der SVR wie ein Bleistift an, der zu weit gespannt wurde Rapier-artiger Speer – schön zu bestaunen und immer noch fähig, eine Linie zu produzieren, aber nicht etwas, mit dem man jeden Tag kritzeln kann. Was der SVR an Blicken verliert, macht er durch seine Fähigkeiten wett. 

 

Technische Daten:

 
  Jaguar F-Type SVR Coupé SVR
Grundpreis 138.400 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4475 x 1884 x 1311 mm
KofferraumvolumenVDA 408 l
Hubraum / Motor 5000 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 423 kW / 575 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 322 km/h
Verbrauch 11,3 l/100 km

 

Das Coupé kostet ab 138.400 Euro

Der Innenraum sieht immer noch hübsch aus, ist im Verhältnis zu anderen Jaguars etwas gediegener.

Auch wenn sich Jaguar mit feinem Leder alle Mühe gibt, merkt man dem Innenraum an, dass er etwas in die Jahre gekommen ist. Das Infotainment ist bei den moderneren Modellen ausgefeilter und die Materialien wertiger. Seit Juli 2016 steht der F-Type SVR beim Händler. Das  Coupé liegt bei 138.400 Euro, das Cabrio kostet 145.400 Euro. Allerdings beträgt der Aufpreis gegenüber den beiden zivileren F-Type R-Sportlern stattliche 25.200 Euro. Dafür gibt es 25 PS mehr und einige Kilogramm weniger. Rein auf die Leistung bezogen, sind das 1000 Euro pro PS. Auch in England ist es nicht günstig mit Volldampf unterwegs zu sein.

 

 

Fazit:

Ein wundervolles Auto, welches ich als sportlich-chic beschreiben würde und welches den Kauf definitiv wert ist. 

 

 

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